Sonntag, 22. Januar 2012

In Ayuthaya und Chiang Mai

Ayuthaya hat also keinen Charme, wie das der Lonely Planet verkauft! Haette mir den Tag sparen koennen, die zwei teuren Zugfahrten, das Radln mit Gepaeck in der Hitze und das Kopfweh, alles wegen ein paar Tempeln, die zwar nicht schlecht, aber nach Angkor doch eher unbeeindruckend waren.


Geschieht ihm recht.


Dafuer war der Schlafwagen ueberraschenderweise und entgegen aller Erfahrungen so bequem, hab geschlafen wie ein Baby (und morgens verschlafen, Gott sei Dank war Chiang Mai die Endstation, sonst waer ich jetzt in Burma o.Ae.), trotz der Angst vor einem aeusserst suspekten Augsburger Mitte 40, der mir seine Lebens- und Leidensgeschichte aufs Auge gedrueckt hat (und dass er meine Figur im Gegensatz zu der der meisten Thaifrauen gut findet - nicht das, was man alleine im Nachtzug hoeren moechte, oder ueberhaupt jemals...).
Gut angekommen und gleich ein Hotel gefunden, dann auf den Weg gemacht, um noch mehr Tempel anzuschauen - diesmal aber ohne Migraene und daher mit mehr Enthusiasmus:


Iiirgendwie ist es ja doch immer bisschen verschieden, hier im wunderschoenem Garten, in dem ich mein letztes von der Kambodscha-Organisation gestohlenes Buch fertiggelesen hab (sehr zu empfehlen: Orhan Pamuks "Schnee" - total passend zur Jahreszeit), das kleinste Wat Chiang Mais.


Und, hat mich vage an die fabelhaften Bilder vom Lichterfest in Thailand erinnert (falls die jemand mal gesehen hat), Geldgeschenke an Buddha, arrangiert zu einem goldenen Wald, der von der Decke waechst. 

Waehrend mir in Europa immer die Grossstaedte am besten gefallen haben - in jeder einzelnen wuerd ich mir wuenschen zu leben - fuehl ich mich hier in Siem Reap, Chiang Mai und Varanasi, Cochin usw. viel wohler als in Phnom Penh, Bangkok und Mumbai oder Kalkutta, denn das sind einfach alles solche Chaosstaedte, in denen ich um mich besorgt sein muss und staendig am Aufpassen. Im Gegensatz dazu ist beispielsweise Chiang Mai eine viel lebenswertere Kulturstadt, das sieht man schon an den Touristen: Es geht nicht nur ums Weggehn wie in der Khaosan Rd in Bangkok, man faehrt in die umliegenden Berge zum Trekking oder macht alle moeglichen Kurse, von traditioneller Massage bis ueber Kochen, Sprache oder Kunsthandwerk. Ich wuerd richtig gerne laenger bleiben und mir damit die Zeit vertreiben, stattdessen werd ich in besten Falle heut Nachmittag noch Zeit fuer einen Halbtageskurs finden. Dazu gibts ueberall diese niedlichen Cafes, die Thais sind auch freundlicher und hilfsbereiter..

Ganz praktischerweise gibts in Chiang Mai gleich zwei besonders schoene Maerkte: die Saturday und die Sunday Walking Street. Jetzt ist Montag und ich muss mich schaemen.. Es tauchen einfach immer wieder neue Dinge auf, von denen ich nicht mal wusste, dass es sie gibt, geschweige denn, dass ich sie jemals haben wollte...und am Ende fuehlt man aber, dass man sie BRAUCHT..



Sticky Rice, glaube ich..Und es gab Erdbeeren!!!


und Wachtel(?)eier, die konnte ich aber aus Angst vor Vergiftung nicht testen :)


 Das Beste ueberhaupt ist hier allerdings der OrangenMandarinensaft! Die empfohlenen (mehr als) 2l am Tag schlag ich hier spielend, hatte gestern schon Bauchweh von dem Zeugs.

Die letzten Tage waren schon immer Feuerwerke zu hoeren, ich denk, ich werd heut mal nach Chinatown gehn und sehen, wie das Neujahr so gefeiert wird. Danach verkauf ich meine Buecher, um wenigstens ein klein bisschen Geld wieder reinzuholen..und dann fahr ich zurueck nach Bangkok, mir mein Gepaeck schnappen, bevors in den Sueden zu den Inseln geht!

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