Auch wenn ich nicht viel davon merke, langsam gehts sogar in Kambodscha auf Weihnachten zu. Vor den grossen Hotels tauchen Plastikchristbaeume auf, im Supermarkt gibts Lindtschokolade und..ja, das wars, mehr Hinweise auf die Adventszeit finden sich hier nicht.
Meine Stimmung wenigstens hat sich in der vergangenen Woche kontinuierlich verbessert, ich bin ueber den Schock hinweg und freu mich sogar auf die Herausforderung - keine Reiseplanaenderungen, kein vorzeitiger Abbruch! Die anderen Freiwilligen machens mir aber auch recht einfach, ich bin von Leigh und Kyliegh aus Schottland und Wales sofort in ein Dreibettzimmer und ins Wichtelprogramm aufgenommen und am Freitag ins Siem Reap-Nachtleben eingefuehrt worden. Die Schueler halten mich auch auf Trab, seit gestern unterrichte ich doppelt so viele Stunden pro Tag.
Und ausserdem bin ich fleissig am Planen, ich reise ja schon in weniger als drei Wochen wieder hier ab und weiss noch gar nicht genau wohin ueberhaupt..
Am Freitag hatten wir in der Jay's School Mariannes Abschiedsparty, wir haben Reise Nach Jerusalem und extrem viel Hangman gespielt, englische Christmassongs gehoert und Abschiedsbriefe ueberreicht:
"teacher like lobster and bear"
"I miss you, I love you and I need you. Do you can kiss me?" ohh!
Abends waren wir wie gesagt weg..Party machen kann man hier auf jeden Fall gut und preiswert..
Am Samstagmorgen haben wir uns trotzdem aus dem Bett gequaelt und das Landmine-Museum besichtigt, in dem auch Freiwillige aus unsrer Gruppe arbeiten. War gut, richtig interessant und natuerlich bewegend..die versehrten Kinder zu sehen und die Lebensgeschichte des Gruenders Akira zu hoeren, eines ehemaligen Kindersoldaten, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Kambodscha von den vielen Millionen Minen zu befreien.. Martina durfte letzte Woche sogar bei der Saeuberung eines Feldes dabei sein und das Entschaerfen/Sprengen miterleben. Darauf bin ich richtigrichtig neidisch!
Fast noch toller war der Weg zum Museum. Wir haben die 30km mit dem TukTuk zurueckgelegt und ich bin einfach ueberzeugt: Es gibt keine bessere Art, die Gegend zu erkunden. Und, in dem Fall, die wunderschoene kambodschanische Landschaft..
(Obwohl es nicht einfach ist, waehrend der wackligen Fahrt gute Fotos zu machen)
..auch innerhalb der Stadt:
Am Sonntag konnte ich endlich mal sehen, wie meine heissgeliebten und vielgekauften Schals eigentlich hergestellt werden. Darauf waren Rita und ich ja schon lange neugierig:) Wir haben an einer Fuehrung auf einer Seidenfarm teilgenommen (aufgebaut von einer Art NGO), die Felder, Raupenaufzuchtstationen und Fabrikhallen besucht.
Tatsaechlcih webt eine Frau 7h taeglich und produziert dabei grade mal einen halben Meter Schal (den wir dann fuer 3 Dollar kaufen). Als ich das gehoert hab, hab ich mich bisschen meines ewigen Runterhandelns geschaemt...
Am Abend hatten wir allerfeinstes Streetfood. Ab ca 5 Uhr nachmittags blockieren hier Plastikstuehle und Gaskocher die Buergersteige..und man kriegt das billigste, beste Essen.
Oder man geht gleich zu einer dieser mobilen Kuechen (mein taeglich Mittagessen):
King Batman, da sitzt er..









Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen