Es gaebe so viel zu erzaehlen! Die Woche in Mumbai ist morgen schon wieder zu Ende, leider, denn nach den Anfangsschwierigkeiten gings stetig bergauf. Was wir alles gemacht haben! Elephanta Island, das King of Wales Museum und die National Gallery, Tempel und Basare, Diwalispektakel, eine Tour durch Dharavi, den groessten Slum Asiens, Bollywoodkino, der Strand, eingerahmt von Hochhaeusern, und Gandhis Haus..
Mumbai ist eine vielfaeltige Stadt und gar nicht mal so chaotisch wie angenommen. Es gibt fuer unser Empfinden wieder viel zu viele Meschen und anstrengenden Verkehr und Laerm, aber die beiden Innenstadtviertel, in denen wir uns hauptsaechlich aufhalten, sehen wegen der frueheren Kolonialmacht stellenweise aus wie London. Der Victoriabahnhof, das Indian Gate und einige Hotels zB sind wunderschoene Gebaeude und die Strassen darumherum ganz sauber.
In Dharavi, wo ueber 1,5 Mio Menschen leben und auf 6500 davon eine Toilette kommt, wo jaehrlich Zehntausende an Durchfallerkrankungen sterben und 10 Leute auf 3 Quadratmetern leben, das Durchschnittseinkommen aber trotzdem ueber dem des Landes liegt, wurden wir 2h lang durch die verschiedensten Viertel gefuehrt, von der Muellverwertungs-, Lederherstellungs-, Toepfer- und Backecke bis ueber die rein muslimischen bzw hinduistischen Gassen.
Hier wurde Gefluegel gezuechtet und zur Preissteigerung gefaerbt:)
Am eindrucksvollsten fanden wir die Hallen mit den veralteten Maschinen, ein Anblick, den wir der Industrialisierung zugeordnet haetten, ausserdem die engsten der Durchgaenge, in denen kein Tageslicht mehr durchkommt und schon wir fast steckengeblieben waeren - eine Unvorstellbarkeit, dort wohnen zu muessen.
Aber generell wars nicht so schlimm, wie wir uns das vorher vorgestellt hatten. Die Hauptstrasse hat uns stark an Lalsot erinnert, es gab dort sogar einen Supermarkt, ein (naja) Krankenhaus und Taxis. Manchen Bewohnern wuerde man nicht in Traum ansehen, dass sie in einem Slum leben.
Vorhin waren wir im Mani Bharan, dem Hauptquartier Gandhis in Bombay, das jetzt als Museum aufgemacht ist, unten die Ecke, in der er jahrelang gelebt hat, mit all seinen Besitztuemern.
Dann waren wir am Chowpattybeach:
Fischerboot vor versmogter Skyline.
Bunte Hausfassade mit Diwalilampion, wie sie hier an jeder Ecke und jedem Balkon haengen. Abends sieht man an den Strassenecken Verkaufsstaende, die wunderbar leuchten..Ansonsten wurden wir die letzten Tage von Silvesterkrachern wachgehalten, aber jetzt ist das Weihnachten der Hindus ja wieder vorbei.
Dieser Mann ist nicht tot, sondern eine heilige Person, der man als Opfer Essen und Geld darbringt..
Und hier die Hoehle auf Elephanta Island, eine Bootsstunde vor Mumbai gelegen.
Heute haben wir in der Zeitung gelesen, dass am Tag nach unserem Besuch eine Faehre den Geist aufgegeben hat, die 130 Passagiere (davon 30 kleine Kinder) bis weit in die Nacht hinein auf dem Meer festsassen, waehrend weder Schwimmwesten oder Rettungsboote, noch ein Handy mit Netz fuer den Notruf an Bord waren. Sehr gut!



Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen