Donnerstagabend bis heute morgen waren wir wieder unterwegs, diesmal nach Bangalore (unser suedlichster Punkt in Indien, voraussichtlich). War ganz schoen anstrengend, wir haben heute auch das Morgenprojekt verpasst, weil wir uns nach der 12h Busfahrt, nach der wir erst um halb 8 am wieder im Camp angekommen waren, viel zu muede fuehlten. Der overnight-Bus war in Gegensatz zu dem nach Hampi auch wesentlich unkomfortabler, die Betten schmaeler, der Fahrer wagemutiger und ueberall Kakerlaken unterwegs (macht mir trotzdem irgendwo Spass, ich hab mir Schlafen im Bus schon als Kind immer irrsinnig aufregend vorgestellt, was es auch auf jeden Fall ist).
Die Nachbarschaft unsres anschliessend gesuchten Hotels fanden wir mehr als bedenklich:
Aberhunderte Gasflaschen, die von total vertrauenserweckenden Indern auf Motorraeder verladen wurden..
Also brachen wir schnell auf zum Sightseeing, was sich in Bangalore aber als eher schwierig herausstellte, da es einfach nix zu sehen gibt. Der Reihe nach:
Ein Tempel, in dem ein riesiger Bulle aus schwarzem Stein wohnt - der bulltemple,
Der Gandhimarkt, der hauptsaechlich aus echt tollen Blumenstaenden mit Girlanden und Ketten aus wunderschoenen Blueten bestand,
auf dem Weg zu einem Park - ja! Die mickrige, indische Version unsres Oktoberfests (wir haben gepasst),
ein indischer Buegler am Strassenrand, ganz suess:)
Ja, und nach diesem aufregenden Tag brauchten wir erst mal ein gutes Abendessen, gefunden im "Narthaki", wo wir die einzigen weiblichen und westlichen Besucher waren und wegen unsren Problemen mit dem scharfen Essen sehr ausgelacht wurden. Die Gerichte werden auf einem Bananenblatt serviert:
Sehr feines Huehner- bzw Shrimps- bzw Gemuesecurry.
Die zwei weiteren Tage verliefen ganz genauso spannend, waren z.B. 2x ausgiebig im Internetcafe, weil wir hier im Camp letzte Woche wieder Verbindungsprobleme hatten, und viel Teetrinken..
Aber als Vergleichsstadt zu Jaipur, Udaipur oder Delhi wars wirklich interessant. Bangalore hatte ja vor ein paar Jahren einen richtigen Boom, die IT-Branche, und ist daher eher reich. Es gibt viele moderne Shoppingmalls und Buerohaeuser, die Menschen geben sich viel westlicher, auch die Frauen. Paare zeigen sich als solche..leider bleibt dadurch natuerlich der indische Charme der Urspruenglichkeit und des Rueckstands bissl auf der Strecke, klar, es gab Kuehe und aufdringliche Haendler usw, aber viel zu viele Plagiate und Produkte im "westlichen" Style (die bei uns allerdings kein Mensch mehr haben wollen wuerde). Ich bin jetzt stolze Besitzerin einer Galvin Klein - Uhr! Die von Tammy Hileiger gabs ja leiderleider nur noch mit unleserlichem Ziffernblatt.
Am Sonntag war Gandhis Geburtstag und wir haben uns schon bissl Sorgen gemacht, weil ja an solchen Feiertagen in Indiens Megastaedten gern mal Anschlaege sind, siehe vor 4 Wochen. Aber Bangalore ist dann doch noch nicht Delhi oder Mumbai, sondern nur die 4. groesste Metropole.
Morgen gehts ans Planen...Mumbaii..:)
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